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New Western Dry Gin

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  • Vorstellung der Gin-Sorte

    New Western Dry Gin: Abschied von der Geschmacksdominanz der Wacholderbeere

    Bombay Sapphire East Gin

    Bacardi ist mit den verschiedenen Varianten des Bombay Sapphire Vorreiter in dieser Kategorie der Gins, die nicht nur Wachholder-Liebhaber ansprechen.

    Seit Jahrtausenden wird das Aroma der Wacholderbeere vom Menschen zu unterschiedlichen Zwecken genutzt. In Verbindung mit Alkohol begann der Siegeszug der Wacholderbeere mit der Entwicklung des Gins im England des 17. Jahrhunderts. Doch die Zahl der Liebhaber des charakteristischen Gin-Geschmacks ging in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts deutlich zurück. Wodka wurde immer populärer. Aber es gibt Hoffnung: Mit dem New Western ist eine Gin-Variante auf den Markt gekommen, die der Dominanz der Wacholderbeere einen Geschmacksriegel vorschiebt. Die Gin-Welt verändert sich.

    Dabei war die geschmackliche Dominanz der Wacholderbeere im ursprünglichen Genever aus den Niederlanden gar nicht vorhanden. Erst die Weiterentwicklung in Großbritannien und die Etablierung des London Dry Gin führten dazu, dass der Geschmack der Wacholderbeere für den Gin prägend wurde. Folgt nun die Rückbesinnung auf das ursprüngliche Wesen wacholderhaltiger Brände?
  • Herstellung

    Herstellung des New Western Dry Gins

    Die Herstellung des New Western Dry Gin ähnelt der des London Gin. Nach der Zugabe von pflanzlichen Geschmacksstoffen wird der Ethylalkohol erneut destilliert und erhält auf diese Weise seine Aromen. Zusätzliche Süßstoffe dürfen nicht hinzugefügt werden. Allerdings werden beim New Western Dry Gin mehr Geschmacksstoffe und Gewürze verwendet. Dadurch rückt der Wacholdergeschmack in den Hintergrund und verliert seine dominierende Eigenschaft. Stattdessen stellt der New Western Dry Gin eine Geschmacksbalance her, die auch andere Aromen zur Geltung kommen lässt.

  • Typischer Geschmack

    Zusätzliche Aromen im Gin

    Hendrick's Gin Artwork

    Beim Hendrick’s Gin besonders: Noten von Rosen und Salatgurken

    Welche zusätzlichen Aromen beim Gin-Genuss auftreten, ist vom Hersteller des jeweiligen Gins abhängig. So werden etwa dem schottischen „Hendrick’s Gin“ der Whisky-Destillerie William Grant & Sons Extrakte von Kamille, Rosenblättern und Gurke hinzugefügt. Nicht ganz so ausgefallen sind die Aromen des US-amerikanischen New-Western-Pioniers House Spirits mit Sitz in Portland/Oregon. Dessen Gin mit der Bezeichnung „Aviation“ enthält neben den üblicherweise in Gin verwendeten Orangenschalen u. a. Aromen von Kardamom, Anis und Lavendel. Eine deutliche Zitrusnote hingegen ist besonders charakteristisch für den „Tanqueray No. Ten“ des traditionsreichen Produzenten aus England. Allen drei Beispiel-Gins ist gemeinsam, dass die Wacholderbeere in den Hintergrund gerückt, aber immer noch spürbar ist.

    Der Unterschied zu den übrigen Gin-Varianten ist offensichtlich. Auch wenn traditionellen London Dry Gins wie z. B. der Marke Beefeater oder auch dem seit über 200 Jahren fabrizierten Plymouth English Gin schon immer pflanzliche Aromen wie Orangenschalen, Lakritz oder Mandel beigefügt wurden, bleiben diese Aromen stets im Hintergrund. Die Süße eines Old Tom Gin oder eines Genevers wird vom New Western Dry Gin nicht erreicht. Das hat den Vorteil, dass die neue Gin-Variante für neue Mix-Variationen und Cocktails bestens geeignet ist und dem Gin künftig zu neuen Liebhabern verhelfen kann.

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